PFP_Logo_Claim_L_RGB_edited.png

settings.tab.title.demo

Korrekturen


Bestellung


Progressive Etüden

Sollen der hohe Bass und der hohe Ton jeweils durch Abdämpfen mit dem Fuß oder durch einen höher angesetzten Schlag gespielt werden?


Der hohe Bass wird durch Abdämpfen mit der Ferse erzeugt, der hohe Ton hingegen entsteht, wenn du sehr weit außen spielst (am oberen Schlagflächenrand).




Wie soll ich die Cajon-Noten genau verwirklichen. "Knock", "gedämpfter Knock" und "Slap" beispielsweise sind mir nicht völlig klar.


Der Knock wird ausgeführt wie das Klopfen an eine Tür, nur dass die letzten Fingergelenke aufschlagen und nicht die vorletzten.
Alle gedämpften Aktionen beziehen sich auf das Abdämpfen der Schlagfläche mit der Ferse eines Fußes. Ein gedämpfter Knock ist also ein Knock, der ausgeführt wird, während man die Schlägfläche abdämpft. Das führt zu einem veränderten und leicht erhöhten Klangresultat.
Der Slap ist eine stark akzentuierte, höher klingende Variante des normalen Ton-Schlages. Er wird am oberen Rand der Schlagfläche ausgeführt. Die Hände werden leicht nach innen gedreht - dadurch wird nur der obere Bereich bespielt - und die Finger schwungvoll, fast peitschenartig aufgeschlagen. Diese Technik braucht eine ganze Weile zur Verinnerlichung und beansprucht die Hände sehr stark.




Mir ist der Handsatz etwas unklar: was bedeuten klein l und klein r?


L bzw. l sowie R bzw. r, sind immer Handschläge. Die kleinen Buchstaben habe ich gewählt, um den Vorschlagcharakter und die damit verbundene leisere Dynamik anzudeuten. Sie beziehen sich also immer auf Vorschläge mit der jeweiligen Hand. In neueren Cajon Publikationen (Rhythm Collection 1+2) stehen l und r auch noch für Rebounds, wie etwa bei Double Strokes.




Wie spiele ich einen Ruff?


Ich spiele doppelte Vorschläge (Ruffs) fast ausschließlich mit Double-Strokes. Sie klingen dann einfach deutlich eleganter und leichter. Außerdem sind sie so viel einfacher auch im hohen Tempo umsetzbar. Also: llR bedeutet: Double-Stroke links mit nachfolgendem Haupschlag rechts, rrL bedeutet: Double-Stroke rechts mit nachfolgendem Hauptschlag links; genauso wie in der Snaredrumliteratur.




I am just going through the first two finger etudes in section I. I am using a Schlagwerk 2-in-One cajon. Unless I really slap my fingers hard, it doesn't sound close to the sound in your video. Is it because my hands are just smaller and maybe not as strong, or is the cajon in the video miked? Or should I loosen the screws on my drum? Should I just learn to strike harder? Your thoughts appreciated :-)


Good question! The cajon you are using is just fine. But you are right, you have to loosen the screws. The front of the cajon needs to be slightly bent at the upper edges. It would be best to loosen the two screws at each side very carefully (do not loosen the middle one!), put a pen or so between the front and the body into the gap (exactly at the edges). Make sure that nothing is under too much pressure. Allow it to rest overnight and then screw it back. But carefully! Don’t make it as tight as it was before. There should constantly be a little space between the front and the body. Whenever you hit the upper section of the front you should then get a nice grispy sound out of it. However, that is only the instrument preparation. This technique does really take quite a while. You see, I have been playing framedrum for years, that’s where this technique comes from. I can tell you, it also took me quite long. So just keep on practicing! I have never met a student who could play it just like that. They all had to work on it for...but, it pays of some day.





Framedrum Instruction Book


Framedrum Rhythm Collection

Warum werden die Rhythmen nicht genau bezeichnet? Manche habe ich nämlich wiedererkannt und wundere mich, dass der Name nirgends auftaucht (z.B. Malfuf und Magsum). Wäre doch toll, das für alle hinzuschreiben. Oder?


Danke! Hier sprichst du eine Kernfrage des gesamten Projektes an. Du hast Recht, zuweilen tauchen bekannte Rhythmen in dieser Sammlung auf, ohne dass sie näher bezeichnet wären. Jedoch es geht bei der Sammlung nicht um den einzelnen Rhythmus sondern um die Taktarten und deren Aufteilungsvarianten. Ich möchte die Rhythmen möglichst losgelöst von ihrem tradierten Gebrauch quasi beispielhaft nutzen, um an ihnen die Vielseitigkeit der Aufteilungsvarianten zu zeigen. Die groben Zuordnungen der Rhythmen zu geographischen Regionen soll nur ein wenig auf deren Verbreitungsgebiete verweisen. Aber noch ein weiterer Grund ist zu nennen. Die Herkunftsgeschichte eines Rhythmus ist sehr vielschichtig und keineswegs eindeutig. Natürlich könnten Begriffe wie Malfuf und Magsum bestimmten rhythmischen Pattern zugeordnet werden, doch gibt es für die gleichen rhythmischen Strukturen anderorts ganz andere Namen.
Also, diese Sammlung ist kein Fundus traditionelle Rhythmen, dafür fühle ich mich nicht kundig genug und diesen Anspruch erhebe ich nicht, sondern sie dient der beispielhaften praktischen Anwendung komplexer Unterteilungsvarianten von zehn unterschiedlichen Taktarten.





Cajon The Beginning


Cajon Rhythm Collection 1+2


Cajon Irish Suite

Wir sind eine kleine Gruppe von fünf Cajonspielern und haben zusammengelegt und uns die Irish Suite gekauft, um auch mal nach Noten zu spielen. Nun sehen wir, dass wir gar nicht die vorgeschriebenen Instrumente haben. Ist es auch möglich die Stücke mit ausschließlich normalen Cajons (Schlagwerk: La Peru und 2in one) zu spielen oder funktioniert das nicht?


Natürlich könnt ihr die Stücke auch mit euren Instrumenten umsetzen. Die einzige Einbuße habt ihr in Hinsicht auf klangliche Transparenz und gelegentlich müsst ihr vielleicht den Handsatz etwas anpassen. Für die Außenstimmen empfehle ich euch dennoch, aus den euch zur Verfügung stehenden Cajons die geeigneten herauszusuchen; d.h. eine recht knackige für die 1te Stimme und eine basslastige für die 4te Stimme. Also viel Spaß! Und gebt mal Bescheid, wenn ihr das Ganze aufführt.





Videos


Rhythmussprache


Framedrum Pieces 1

Über manchen Noten sind spitze Klammern: > Was will mir das sagen?


Dieses Zeichen: > ist ein Artikulationszeichen und weist darauf hin, dass die betreffende Note akzentuiert zu spielen ist.




Manchmal ist eine einzelne Note mit Gleichheitszeichen und einer Zahl oben abgebildet. Was bedeutet das?


(Notenwert)=120 ist eine Metronomangabe, die das Tempo angibt, in dem der betreffende Notenwert zu spielen ist. In diesem Fall in einem Tempo von 120 Schlägen pro Minute. Diese Tempoangabe gilt bis zum Ende des Stückes oder bis zu einer neuen Metronomangabe.





Instrumente

Immer wieder höre ich, dass man etwas in die Cajon hineinstopfen soll. Warum denn das?


Ähnlich wie bei einer Bassdrum, klingt eine Cajon mitunter sehr scheppernd und körperlos. Der Stoff gibt dem Klang mehr Volumen und Wärme. Außerdem tut einem derart stark beanspruchten Instrument etwas mehr Masse auch sehr gut. Also einfach ausprobieren und selbst entscheiden. Aber Achtung! Es muss schon etwas mehr sein als ein zartes Hemdchen. Ein dickes Handtuch ist schon eher zu empfehlen.




Was ist mit Justierung bei Cajons gemeint! Bezieht sich das auf die Imbusschrauben unten?


Letzteres ist zwar auch eine Art Justierung, aber an dieser Stelle kann man einfach nur die Schnarrseite straffen. Mit Justierung ist eigentlich immer das Einstellen der Schrauben am oberen Schlagflächenrand gemeint. Diese lassen sich am Rand lockern, um durch den daraus entstehenden kleinen Spalt zwischen Decke und Korpus einen knackigeren Sound zu bekommen. Aber hier ist noch einiges an Pionierabeit seitens der Cajonbauer zu leisten, da sich die Justierung oft nicht sonderlich leicht umsetzen lässt.




Wieso kippeln immer alle mit den Cajons? Geht doch auch so supi. Komisch....


Dafür gibt es zwei Gründe:
- Durch das Anheben der Schlagfläche muss sich der Spieler nicht mehr so weit nach unten beugen
und vermeidet einen argen Krummrücken.
- So kann die Kraft direkter auf die Schlagfläche übertragen werden und das Spiel wird kräftiger.
Das ist vor allem bei Basspassagen sehr von Vorteil.





Üben

Eine Frage und Bitte: was für ein Metronom würden Sie zum Cajon üben/lernen empfehlen ? In Ihrem Buch Cajon - The Beginning erwähnen sie ausdrücklich den Sinn eines Metronoms beim Lernen und Üben.


Ich persönlich arbeite zum einem mit dem Metronom von der Firma Wittner (modell QM 2 taktell). Es klingt fast wie ein mechanisches Metronom (also nicht so piepsig wie die vielen anderen elektr. Metronome) und es hat einen extra Kopfhörerausgang. Das ist sehr wichtig, da die Cajon ja auch mal recht laut wird.
Ansonsten arbeite ich viel mit dem Metronom einer Loopstation von Boss. Da kann man auch unterschiedliche Taktarten einstellen und hat 'ne Menge unterschiedlicher Klangvarianten zur Auswahl. Ich weiß, dass es noch viele andere gute Metronome gibt. Aber Folgendes halte ich für ausschlaggebend: - guter, angenehmer Klang
- absolut zuverlässiges gleichmäßiges Metrum (deshalb immer elektr., da viele mechanische Metronome ungenau sind und man sich dann die Fehler aneignet)
- ausreichende Lautstärke bzw. Kopfhörerfunktion
- wenn möglich alle möglichen Taktartenkombinationen Fazit: Investiere lieber etwas mehr Geld, es lohnt sich auf jeden Fall. Ich kenne keinen Percussionisten der auf das Metronom als Übemittel verzichten könnte.




Gibt es eine gute und vor allem coolere Alternative zum klassischen Metronom? Das macht irgendwie nicht so richtig Spass mit dem immer gleichen KlicKlickKlick...


Ja!!! Ich arbeite im musikalischen Kontext (Groovefeeling und Sicherheit) mit einer Drum Machine, die ich an einen kleinen Akustikverstärker anschließe und so fast ein Bandfeeling etablieren kann. Außerdem lassen sich da alle Taktarten und Wechsel und oft auch Songabläufe programmieren. Klingt super! the best Drum Machines are: Elektron Digitakt Arturia DrumBrute